Genügend Flächen für Arbeitsplätze und Unternehmen
Für Produktionsstätten, Büros, Verkehrswege und Energieanlagen braucht es ausreichend geeignete Flächen, die rechtzeitig verfügbar sind. Gleichzeitig wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, geeignete Entwicklungs- und Erweiterungsflächen zu finden.
Der Kanton Bern soll deshalb seine wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte (ESP) weiterführen und strategische Arbeitszonen (SAZ) gezielt stärken. Mit einer aktiven Bodenpolitik soll er die Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke verbessern und die Ansiedlung sowie Erweiterung von Unternehmen erleichtern.
Auch die Nutzung bestehender Arbeitszonen muss verbessert werden. Nicht überbaute Flächen sind häufig nicht rechtzeitig verfügbar. Die Vermittlung von Bauland, Immobilien und Gewerbeflächen durch die Standortförderung soll deshalb weitergeführt werden. Zudem soll sich der Kanton beim Bund für Rahmenbedingungen einsetzen, die Einzonungen für Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen erleichtern.
Raschere Verfahren und mehr Transparenz
Planungs- und Baubewilligungsverfahren müssen effizient, transparent und nachvollziehbar sein. Unternehmen benötigen verlässliche Angaben dazu, wann sie mit einem Entscheid rechnen können. Die Behörden sollen deshalb bereits zu Beginn eines Verfahrens konkrete Bearbeitungsfristen kommunizieren. Verbindlichere Fristen und eine konsequente Digitalisierung können zusätzlich dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen und die Planungssicherheit zu erhöhen.
Wichtige Energieprojekte prioritär behandeln
Der Kanton Bern verfügt über Potenzial für die Energiegewinnung aus Wasser, Wind und Sonne. Bedeutende Projekte sollen deshalb prioritär behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise das Speicherkraftwerk Trift, die Erhöhung der Grimselstaumauer, die Erhöhung der Staumauer beim Oberaarsee sowie alpine Solaranlagen.
Die IHKB setzt sich dafür ein, dass die Raumplanung die wirtschaftliche Entwicklung unterstützt und notwendige Infrastrukturprojekte rechtzeitig realisiert werden können.